Stellungnahme zu den Vorkommnissen am 29.3.2015 bei der Partie TUS Röddensen II gegen Inter Burgdorf III

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen, sehen wir uns veranlasst, zu den Vorkommnissen rund um das Spiel TUS Röddensen II gegen Inter Burgdorf III eine Stellungnahme abzugeben.

Bei dem genannten Spiel in der vierten Kreisklasse kam es zu Provokationen und Schlägereinen, in dessen Folge das Spiel kurz vor Schluss durch den leitenden Schiedsrichter abgebrochen wurde. Wie kam es zu dieser Situation?

Der TUS Röddensen engagiert sich über das Team „Mandela“ in Flüchtlings- und Asylbewerberfragen. Dieses Engagement ist auch durch die lokale und regionale Presse bekannt und der Verein wurde hierfür auch mehrfach ausgezeichnet.

An diesem Tag wurden einige Spieler des „Mandela“-Teams eingesetzt. Laut verschiedenen Aussagen, wurden die Gäste durch einen Spieler des TUS Röddenensen mit Gesten und Aussagen provoziert, welche diesem Spieler eine mutmaßliche Nähe zu der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ unterstellen.

Diese Provokation wurde seitens des Trainers der Heimmannschaft zum Anlass genommen, den Spieler vom Feld zu nehmen und in die Kabine zu schicken. Auf dem Weg in die Kabine kam es dann seitens der Gäste zu einem tätlichen Angriff auf diesen Spieler, was in einer Schlägerei mündete. Bei dieser Schlägerei wurden auch unbeteiligte Dritte, welche den Streit schlichten wollten, zu Boden geschlagen und weiterhin mit Schlägen und Tritten malträtiert.

Der TUS Röddensen distanziert und verurteilt ausdrücklich jegliche rassistischen und radikalen Ansichten und Strömungen, ganz gleich welcher Art. Der Verein wird auch nicht darauf warten, dass diese Vorkommnisse „unter den Tisch“ gekehrt werden, wie in verschiedenen Facebook-Einträgen oder Blogs behauptet wird und hat als erste Konsequenz und bis zur Klärung dieses Vorfalls den betreffenden Spieler vom laufenden Spielbetrieb ausgeschlossen und behält sich entsprechende weitere Schritte vor.

Weiterhin darf es aber nicht sein, dass Provokationen, ganz gleich welcher Art, in einer Schlägerei enden, bei der unter anderem unbeteiligte Dritte zu schaden kommen. Der TUS Röddensen distanziert und verurteilt diese Gewalt auf und neben dem Platz, welche durch Gäste und Spieler von Inter Burgdorf initiiert wurde.

Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wird der TUS Röddensen vor weiteren Maßnahmen die Entscheidung des Sportgerichts abwarten und danach weitere Einzelheiten bekannt geben.

Im Sinne des Sports wünschen wir uns, dass derartige Ereignisse nicht wieder vorkommen. Der TUS Röddensen wird, wie in der Vergangenheit auch, alles uns Mögliche tun, damit die Menschen aller Völker und Rassen, ob arm oder reich, Spaß an diesem wunderbaren Sport haben können.

Mit sportlichen Grüßen

Der Vorstand des TUS Röddensen von 1950