Spielbericht TUS Röddensen vs. SV Yurdumspor II

Bei strömendem Regen und frischen Temperaturen sollte das Rückspiel zwischen
Yurdumspor II und dem TUS Röddensen am Bahndamm stattfinden. Trotz des Wetters
fanden sich sogar einige Röddensener Zuschauer ein, um der heutigen Partie
beizuwohnen. Mit den letzten Erfolgen im Rücken sollte heute ein Dreier geholt
werden.

Mit diesem Vorsatz ging es in die Partie. Der TUS agierte offensiv und versuchte
viel. Der Platz machte es jedoch teilweise schwierig ein direktes Spiel
aufzuziehen, was in vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten mündete. Davon
unbeirrt konnte Röddensen bereits in der 3. Minute die schnelle Sturmspitze
Hengstmann in Szene setzen, der sofort die erste Chance die sich ihm bot eiskalt
verwandelte. 1:0 für den TUS nach drei gespielten Minuten. Wenn es so weiter
geht, könnte den Zuschauern am Bahndamm schnell wieder etwas warm werden.

Auch nach dem Führungstor war Röddensen merklich spielstärker und überlegener,
was nicht zuletzt daran lag, dass der Gegner SV Yurdumspor in Unterzahl spielte,
weil sie an diesem Donnerstagabend nicht genügend Spieler zusammen bringen
konnten. In der 11.Minute konnte dann das Röddensener Publikum zum nächsten
Jubelschrei ansetzen. So gelang es Hengstmann das 2:0 nach einem Steilpass zu
setzen und für etwas Sicherheit in der Partie zu sorgen.

Direkt nach dem Anstoß, wahrscheinlich noch beflügelt von der frühen und
sicheren Führung, startete Röddensen wieder nach vorne, um erneut Hengstmann so
zu bedienen, dass er nach 13 Minuten keine Probleme hatte, seinen Hattrick
perfekt zu machen. 3:0 für den TUS nach 13 gespielten Minuten. Wow, was für ein
Auftakt in diese Partie!

Dieses 3:0 sorgte beim Rot-Weißen TUS allerdings auch für etwas Überheblichkeit.
Gerade in der Vorwärtsbewegung wurden zu viele Fehlpässe gespielt, es wirkte
mitunter fahrig. Und so kam es wie es kommen musste: der 3:1 Anschlusstreffer
für Yurdumspor in der 32. Minute. Nicht zwangsläufig verdient, aber gerechte
Strafe für diejenigen die glaubten, dass das Spiel in trockenen Tüchern sei.

Röddensen musste nun wieder etwas tun, um Sicherheit zu gewinnen. Und versuchten
jetzt endlich auch wieder Akzente in der Offensive zu setzen. In der 38. Minuten
trugen diese Bemühungen nach einer guten Hereingabe vom rechten Flügel erste
Früchte. So blieb dem Yurdumspor Verteidiger nichts anderes üblich, als den Ball
zum 4:1 ins eigene Tor zu bugsieren. Welch entspannter Halbzeitstand! Auch wenn
spielerisch einiges noch im Argen lag, was evtl. auch mit den Gegebenheiten zu
tun hatte, ließ sich darauf durchaus aufbauen.

In der zweiten Halbzeit galt es, für die endgültige Entscheidung zu sorgen und
evtl. in der Vorwärtsbewegung sicherer und überlegener zu agieren, um eben den
Gegner nicht durch eigene Fehler zurück in die Partie kommen zu lassen. Genau
das, klappte jedoch nicht so recht. Yurdumspor kam äußerst wach aus der Kabine
und setzte bereits nach 55. Minuten durch einen Foulelfmeter das 4:2.
Ärgerlicher Auftakt für den TUS in Halbzeit 2. Genau so sollte es doch
eigentlich nicht laufen!

Ab jetzt ging es jedoch Schlag auf Schlag. Für die Zuschauer absolut
unterhaltsam, für den neutralen taktischen Beobachter eher zum Haare raufen. So
konnte der TUS nun nach 65 gespielten Minuten für das 5:2 sorgen, was Yurdumspor
allerdings wenig interessierte, da diese ca. 10 Minuten später prompt das 5:3
nach einem sauberen Freistoß erzielten. Weitere 5 Minuten später schoss unser
Allrounder Florian Wilke-Klinge völlig eiskalt alleine vor dem Torwart das 6:3
und bewies dabei echte Torjägerqualitäten! Im Gegenzug bekam Yurdumspor dann auf
einmal wieder einen Strafstoß zu gesprochen, den sie dann auch standesgemäß zum
6:4 verwandelten. Für den erfreulichen Schlusspunkt in dieser überaus
turbulenten Partie sorgte Hani Hawel, der in der 85. Minute alleine vorm Torwart
ebenfalls keine Probleme hatte, den Ball zum verdienten 7:4 Endstand
einzuschieben.

Was für eine Partie! 11 Tore sieht man nicht alle Tage. Es wurden zwar einige
Fehler gemacht, aber letzendlich lässt sich auch hierauf aufbauen. 7 Punkte in
den letzten drei Partien sprechen für sich und lassen sich auch nicht durch
einige Fehlpässe schmälern. Auf geht’s TUS!

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Hengstmann (3., 11., 13.), 3:1 (32.), 4:1 Eigentor (38.),
4:2 (55.), 5:2 Lehnert (65.), 5:3 (75.), 6:3 Wilke-Klinge (80.), 6:4 (82.), 7:4
Hawel (85.)

DL